Folge 2: Zwischen Hof und Zukunft - Landwirtschaft in Geeste

Shownotes

In dieser Folge von GEESTE HAT DAS WORT spricht Ilka Cohrs mit Menschen, die Landwirtschaft in der Gemeinde jeden Tag leben.

Zu Gast sind Bernadette und Stephan Raming aus Osterbrock, die ihren Familienbetrieb in den vergangenen Jahren neu ausgerichtet haben und heute unter anderem auf Bio-Junghennenaufzucht und erneuerbare Energien setzen. Ansgar Tappel aus Groß Hesepe verbindet Tierhaltung und Landwirtschaft mit der Erzeugung von Biogas. Ralf Otten aus Dalum hat seinen Betrieb mit Ackerbau, Tierhaltung und erneuerbaren Energien auf mehrere Standbeine gestellt. Helmut Schwering aus Groß Hesepe, Seniorchef auf Hof Schwering, bringt seine jahrzehntelange Erfahrung aus Milchviehhaltung und Biogas mit. Und Jano Plagge aus Varloh steht für eine junge Generation, die vor der Frage steht, wie Landwirtschaft morgen aussehen und wirtschaftlich funktionieren kann.

Wie hat sich der Beruf des Landwirts verändert? Wie viel Bürokratie steckt heute in einem Bauernhof? Wie lassen sich Tierwohl, Wirtschaftlichkeit und gesellschaftliche Erwartungen miteinander vereinbaren? Welche Rolle spielen Biogas und erneuerbare Energien? Und vor allem: Hat Landwirtschaft in Geeste eine gute Zukunft – und was braucht sie dafür?

Darüber wird offen gesprochen: über Chancen und Sorgen, über Entscheidungen, die Familien über Generationen prägen, und über die Bedeutung der Landwirtschaft für die gesamte Gemeinde.

GEESTE HAT DAS WORT – Menschen. Meinungen. Miteinander.

Transkript anzeigen

00:00:03: Geste lebt von den Menschen, die hier zu Hause sind.

00:00:07: Von ihren Ideen.

00:00:09: Von ihrem Engagement.

00:00:11: Von Ihren Erfahrungen.

00:00:16: Genau Ihnen geben wir in diesem Podcast eine Stimme.

00:00:20: Willkommen bei Geste hat das Wort!

00:00:28: Gemeinsam mit Bürgermeisterkandidatin Ilka Kurs sprechen hier Menschen aus der Gemeinde Geste

00:00:34: offen,

00:00:35: ehrlich und

00:00:36: auf Augenhöhe

00:00:38: über das was sie bewegt.

00:00:39: Über das was gut läuft!

00:00:42: Und über das die wir gemeinsam wie Zukunft gestalten können.

00:00:46: Daher ganz klar Ilka

00:00:49: Hier ist

00:00:50: sie.

00:00:50: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von.

00:00:56: Geste hat das Wort.

00:00:58: In diesem Podcast geht es um die Themen, wie unsere Gemeinde bewegen und vor allem um die Menschen dahinter.

00:01:06: Ich möchte zuhören nachfragen und verstehen

00:01:11: denn

00:01:11: nur wenn man verschiedene Perspektiven kennt kann man später ja auch gute Entscheidungen treffen.

00:01:18: heute sprechen wir über ein Thema das für Geste kaum wichtiger sein könnte Die Landwirtschaft.

00:01:25: viele denken dabei vielleicht an Kühe auf der Weide oder Traktoren auf dem Feld.

00:01:32: Aber tatsächlich steckt heute viel mehr dahinter.

00:01:37: Moderne Landwirtschaft produziert Lebensmittel, erzeugt Energie, sichert Arbeitsplätze und prägt unsere Kulturlandschaft.

00:01:48: Außerdem ist sie wirtschaftlich

00:01:50: enorm

00:01:51: wichtig für unsere Gemeinde.

00:01:54: Rund ein Drittel der Gewerbesteuereinnahmen kommt aus landwirtschaftlichen Betrieben.

00:02:01: Ich freue mich deshalb sehr, dass heute sechs Menschen zu Gast sind die Landwirtschaft jeden Tag leben und zwar auf ganz unterschiedliche Weise.

00:02:12: Ansgar Tappel aus Großheesepe, Landwirt, Tierhalter und Biogasanlagenbetreiber.

00:02:18: Bin verheiratet habe zwei Kinder und meine Schwiegermutter lebt auch noch bei uns mit.

00:02:22: auf dem Betrieb An der Landwirtschaft betreiben wir Wohlenmast, Hähnchenmast und seit Jahrzehnt eine Biogasanlage die wir seit letzten Jahren zusammen mit fünf Kollegen in einer Biomethananlage beliefert.

00:02:37: Dort wird direkt Gas ins öffentliche Gasnetz eingespeist.

00:02:41: Ferner betreiben wir auf dem Marker Maisanbau, Zuckerrüben und Weizenanbau.

00:02:46: Warum hast du dich genau für diesen Weg entschieden?

00:02:50: Was war deine Motivation?

00:02:52: Was hast du dir dabei gedacht?

00:02:55: Wenn man als Kind oder auf einem landwirtschaftlichen Betrieb groß wird, leckst mal mit den Aufgaben auf.

00:03:00: Man bekommt als Kind schon Dinge sehr viel mit und hat auch in jungen Jahren Verantwortung übernommen.

00:03:06: in verschiedenen Betriebsbereichen Hat mir einfach Spaß gemacht, diese Aufgaben zu erledigen.

00:03:11: Und später nach der Schule habe ich dann

00:03:13: eine Ausbildung

00:03:13: gemacht und hab danach studiert.

00:03:15: Ich bin dann auf den Betrieb eingestiegen zusammen mit meinem Vater, der zu dieser Zeit auch noch ausgebildet hat.

00:03:21: Wir hatten immer Auszubildende bei uns auf dem Betrieb.

00:03:23: Das war immer eine erfüllene Aufgabe für

00:03:25: mich.".

00:03:26: Elmut Schwering aus Großheesepe sehen Jochef auf dem gleichnamen Hof Schwerin.

00:03:31: Er hat über Jahrzehnte erlebt, wie sich Landwirtschaft verändert und wie aus einem traditionellen Hof ein moderner landwirtschaftlicher Betrieb geworden ist.

00:03:40: Wir bewirtschaften einen Milchviehbetrieb mit meinem Sohn und mittlerweile auch mit meinem Enkel zusammen.

00:03:45: Wir arbeiten mit drei Generationen schon mittlerweile auf dem Betrieb.

00:03:48: Ja wir beschreiben wie gesagt Milchvialdung und Aufzucht der weiblichen Tiere für unsere eigene Nachzucht.

00:03:53: Ebenfalls haben wir noch eine Biogasanlage und gerade wie Ansgar gesagt hat, haben uns auch an die Biometananlage angeschlossen.

00:03:59: Von daher ist in die Richtung Erweger gesichert, dass man über Biogas auch weiterhin noch sein Einkommen erwirtschaften kann.

00:04:06: Auf den Flächen achten wir sehr auf Fruchtfolge.

00:04:09: Wir bauen Gras für unsere Kühe natürlich an, Mais, Zucker rüben

00:04:13: und tauschen auch

00:04:13: noch mit Kollegen Kartoffelflächen so damit wir die Fruchtfolge gut einhalten können und maximal zwei Jahre hinter anderem Mais auf einer Fläche

00:04:21: anbauen.

00:04:21: Das klingt sehr nachhaltig, Helmut.

00:04:23: Wir haben gerade gehört drei Generationen war das immer klar dass ihr diesen Weg so gehen wollt?

00:04:29: oder gab es dazwischen einen der vielleicht noch ein bisschen anders gemacht hätte oder gedacht hat oh hoffentlich geht das mal

00:04:37: gut?

00:04:37: Es ist immer ein Kompromiss wenn man mit Generation zusammen lebt.

00:04:40: das ist ganz klar.

00:04:42: letztendlich bin ich damals mit zwölf Jahren auf den Betrieb gekommen weil da keine Kinder waren.

00:04:46: das war mein Onkel Und habe mich damals schon ganz früh für die Landschaft interessiert und auch entschieden.

00:04:51: Das habe ich auch nach wie vor nicht bereut, ich hätte es immer so wieder gemacht.

00:04:55: Wir selber hatten drei Söhne – die anderen beiden haben das ganz sicher nicht gemacht.

00:04:58: Unser Mittlerer ist mit eingestiegen damals aus Überzeugung und leitet heute den Betrieb.

00:05:04: Der Enkel ist zwar auch Einzelkind aber für ihn war eigentlich auch immer klar dass er Landwirten werden wollte und hat jetzt seine Ausbildung gerade abgeschlossen.

00:05:11: von daher sind wir da ganz

00:05:13: gut aufgestellt

00:05:14: Also nicht gezwungenermaßen, sondern freiwillig und mit Herzblut.

00:05:18: Ganz genau also.

00:05:19: ich denke man kann da keinen zu überreden.

00:05:21: das funktioniert nicht.

00:05:22: wenn man da jemanden so überredet kann man es besser lassen weil dann kann man zugucken wie der Betrieb langsam den Drillwärtskampf

00:05:29: reinkriegt.

00:05:30: also ich würde immer aus freien Stücken sonst funktionieren jetzt nicht.

00:05:37: Ralf Otten aus Dalum sein Betrieb steht auf mehreren Beinen.

00:05:41: Landwirtschaft ist für ihn längst auch Energiewirtschaft.

00:05:45: Ich bin auch Landwirt von Beruf und Ausberufung.

00:05:48: Wir haben zwei Kinder, einer für den Betrieb weiter.

00:05:51: eine Tochter arbeitet bei uns im Büro ist also auch mit dem Betrieb macht von daher so viel Spaß.

00:05:56: wir haben fünf Mitarbeiter sind im Bereich Ackerbau Biogas Hähnchenmast bisschen Wohnarbeit machen wir noch

00:06:05: ein gesunder Gemischbetrieb

00:06:06: quasi.

00:06:07: wir waren mal einen Betrieb im Ort sind rausgesiedelt worden damals relativ klein angefangen mit achtundzwanzig Hektar Arbeitet.

00:06:16: Nebenbei mache ich noch ein bisschen eine Geschäftsführung von der von zweimal genannten Biometrananlage und kämpfe für meine Kollegen, auch die Anwesenden.

00:06:24: Das hat alles gut klappt und wir gute Vermarktungen hinkriegen etc.

00:06:29: Klappt soweit auch ganz gut, aber auch unsere Höhen- und Tiefen in der Bauzeit.

00:06:32: Und an sich Hauptlandwirtschaft, Ackerbau habe ich mir ein bisschen zurückgezogen.

00:06:37: mein Junior als siebenzwanzig ja den lasse ich da ein bisschen sich austoben.

00:06:42: Wir haben

00:06:44: jetzt gerade von dir gehört ein Kind im Betrieb und ein weiteres Kind im Büro.

00:06:49: War die Rollenverteilung von Anfang an klar?

00:06:53: Ja, unser Robin das war schon immer klar.

00:06:55: ja, dass sie erlaubt werden wollte.

00:06:57: Unsere Jenny hatte zwei Stellen vorher gehabt eine Ausbildung bei unserem Futtermittelhersteller und hatte immer schon mit der Landschaft was zu tun.

00:07:05: dann ist mal raus gewesen in Speditionswesen ist aber wieder zu uns zurückgekehrt.

00:07:09: Das hat die auch ein Haus im Ort gekauft.

00:07:11: Sieht ganz gut aus, dass er ansässig bleibt bei uns

00:07:13: jetzt.".

00:07:14: Und jetzt disponiert sie den Betrieb?

00:07:17: Erster Linie-Dokumentation, etc.

00:07:19: Janow Plagge – XXVI Landwirt Ausfahrung

00:07:22: Aufgewachsen auf dem lambitschaftlichen Betrieb.

00:07:25: Als ich zehn Jahre alt war hatten

00:07:28: wenige

00:07:29: Betriebe aufgegeben Aber trotzdem immer in der Lambitschaft geblieben Beim Nachbarn immer ausgeholfen Dann nach der Schule eine Ausbildung gemacht.

00:07:39: Und

00:07:43: Bernadette und Stefan Rahming aus Osterbrock.

00:07:48: Sie haben ihren Familienbetrieb in den vergangenen Jahren kräftig umgebaut, ein Hof der zeigt wie sehr Landwirtschaft heute auch verhindert.

00:07:57: Wir sind in den neunziger Jahren mit einem Gemischbetrieb, mit Kühe-Schweine angefangen.

00:08:02: Wir haben bis zum letzten Jahr Saunenhaltung betrieben und die haben wir aufgegeben.

00:08:08: Weil der politische Wille war in der Schweiner Haltung oder in der Saunenhaltung umzubauen mehr Platz zu schaffen.

00:08:15: Und dann stand die wirtschaftliche Entscheidung im Vordergrund dass wir die

00:08:19: Zukunft

00:08:20: in der jungen Aufzucht wirtschaftlich positiver gesehen haben als in der Ferkeerzeugung.

00:08:26: Und deswegen haben wir uns für die Junken Aufzucht entschieden.

00:08:29: In der Bio-Junkernaufzucht haben wir eigentlich die Nische gesehen

00:08:32: und

00:08:33: führen seit Zwei-Tausend Elf eine Biogasanlage, einen Navarro-Biogasanlage.

00:08:38: parallel dazu haben wir praktisch unsere Dächer zusätzlich ausgestattet mit PV um zusätzliche Energie zu generieren und führen Seit Zwei Tausend Vierundzwanzig noch eine öffentliche E-Schnelldadesäule, die auch gut angenommen wird oder wir spüren das der Zulauf zugewinnt.

00:09:00: Parallel dazu haben wir eine kleine Koffibox aufgestellt so dass der Ehladefahrer sich dort angenehm aufhalten

00:09:07: kann.

00:09:08: Wir haben drei Kinder von denen ist unser Sohn, der jetzt die landwirtschaftliche Ausbildung macht und auch Interesse daran hat den Betrieb weiterzuführen.

00:09:19: Für uns ist Landwirtschaft in dem Sinne keine Arbeit, sondern Landwirtschaft ist immer eine Berufung.

00:09:25: Man muss eine gewisse Passion für den Beruf mitbringen weil wenn man sieht möchte man auch ernten zwischendurch das Wachstum begleiten und anschauen wie es dann freudig brießt nacher Ernte reif wird.

00:09:38: Und man muss mit Herzblut auch bei den Tieren sein damit sie gesund bleiben sich darum kümmern, auch am Wochenende.

00:09:46: Oder wenn in der Nacht irgendwann mal was ist, muss man halt dahin.

00:09:50: Aber

00:09:51: für die Tiere und das Wohlergehen der Tiere macht man

00:09:54: es

00:09:55: auch.".

00:09:55: Was ich bei eurem Betrieb selber eindruckend finde ... Vielleicht könnt ihr das noch mal sagen?

00:10:00: Wie viel Platz tatsächlich so pro Tier zur Verfügung gestellt wird bei euch?

00:10:07: Und dann vielleicht damit man sich das noch etwas besser vorstellen kann Die kommen ja nun wirklich sehr, sehr jung bei euch an.

00:10:15: Frisch geschlüpft.

00:10:16: Wir stellen uns also tatsächlich flauschige gelbe Küken vor, richtig?

00:10:21: Ja oder weiße Küken, je nachdem welche Sorte es ist.

00:10:24: Und die dürfen auch raus und haben dann pro Tier wie viel Platz noch

00:10:28: mal?

00:10:29: Im Laufe der Haltung ändert es sich.

00:10:30: Je größer die Tiere werden, das wird ihnen auch zur Verfügung gestellt.

00:10:34: Es gibt bestimmte Anforderungen Bis zu welchem Lebensdach die Küken praktisch aus dem Volieren in den Stall selber dürfen, in die Gänge.

00:10:42: Und dann wieder bis zu einem bestimmten Lebensdacht, dass man denen noch mehr Platz anbietet und sich dort aufhalten können.

00:10:50: Im Auslauf wird den einen Quadratmeter pro Tier als Platz angeboten.

00:10:54: Und wie viele habt ihr davon?

00:10:55: Neunundzwanzigtausend neunhundertneinundneunzig.

00:10:58: Sechs Gäste, fünf Betriebe und ganz unterschiedliche Erfahrungen – aber eine gemeinsame Leidenschaft!

00:11:05: Landwirtschaft,

00:11:07: hier

00:11:07: in Gießle.

00:11:09: Bullenmast und Biogas – das klingt nach zwei sehr unterschiedlichen Betriebszweigen!

00:11:15: Wie greifen die bei euch ineinander?

00:11:18: In dem Jahr two-thausen-neuen haben wir den Bullenmaststall gebaut.

00:11:21: Da war ja gerade so ein Biogaspoom.

00:11:23: Wir dachten, da können die Bullengülle noch veredeln und dann haben wir uns entschieden zuerst eine Zweihundertfünfzig KW-Biogasterlage zu

00:11:30: bauen.

00:11:31: Die Bullengölle geht komplett in die Anlage mit rein.

00:11:35: Das ist ein Kreislaufwirt quasi.

00:11:38: Meist im Anbau, der geht dann auch in die Bullenmast und in die Biogasanlage zu der Zeit.

00:11:44: Und das Gerstobstraat aus der Anlage ging dann wieder im Frühjahr auf die Flächen, dass wir dann einen vernünftigen Kreislauch

00:11:49: hinbekommen

00:11:50: haben.

00:11:50: Was ist jetzt erweitert worden?

00:11:52: Weil wir jetzt die Anlage auf den Fünfhundertkw weiter haben... ...und mit der Bio-Metangeschichte ist es lukrativer, den Hähnchen misst durch die Biologasanlage vergehren zu lassen.

00:12:03: Wir bauen jetzt quasi ein Drittel weniger Mais für die Biogasanlage aus, der dann durch den Hähnchemist ersetzt wird um die Biografie zu betreiben und letztendlich dann auch das Biometer anzumachen.

00:12:39: Euren Betrieb neu auszurichten?

00:12:41: Das macht man ja nicht so mal eben von heute auf morgen!

00:12:46: Wie schwierig war dieser

00:12:47: Schritt?!

00:12:48: Ja da macht man sich einige Gedanken und da schläft man auch nicht nur eine Nacht drüber sondern mehrere Nächte und diese Projekte ziehen sich dann auch von dem ersten Gespräch, dass man sich bestimmte Berater praktisch mit diesen Beratern austauscht.

00:13:03: Damit man verschiedene Ansichten hört.

00:13:05: Und letzten Endes ist es nachher eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung definitiv, denn es ist ja dazu gedacht, kann man den Betrieb weiterführen?

00:13:14: Wenn das Ergebnis nachher ist, es ist negativ, sagt man gut, dann ist es halt nicht!

00:13:18: Also wir stehen dem ganz offen gegenüber sagen so, wenn es das jetzt nicht ist dann muss es was anderes sein.

00:13:25: So ehrlich ist man zu sich und auch zu seinen Kindern.

00:13:28: zum Beispiel wir sprachen die Nachfolge an.

00:13:31: ein Kind hat starkes Interesse geht auf diesen nampfwirtschaftlichen Ausbildungsweg jetzt an aber es kann immer noch sein dass ihm vielleicht auch noch etwas anderes interessiert Und er sagt, sorry oder ich möchte noch in eine andere Richtung gehen.

00:13:43: Wir würden ihm niemals da Stein in den Weg werfen.

00:13:47: denn so wie Helmut auch schon sagte wenn da dieses Herzblut nicht dabei ist dann braucht man es nicht machen.

00:13:52: das ist definitiv so.

00:13:53: Stefan was waren die wichtigsten Etappen auf diesem Weg und welche Meilensteine?

00:14:00: Nicht stolper Steine!

00:14:01: Welche Meilenstein gab es und wann habt ihr gedacht dass ist das Richtige.

00:14:07: das führen wir weiter.

00:14:08: Wir haben immer gerne mit kleinen Tieren gearbeitet und dann muss man gucken, die Gemeinde hat in Weiser voraus sich in den neunziger Jahren schon Baufenster ausgewiesen.

00:14:18: Dann muss man schauen zu welchen Tierhaltung passt dieses Baufenster?

00:14:22: Was kriegt man da rein?

00:14:23: Und dann hatten wir uns überlegt ja mit Legehennen dafür war die Fläche nicht da und dann mit junger Aufzucht.

00:14:30: es hat uns interessiert von kleinen Tiern das Wachstum zu sehen.

00:14:35: Du sprachst vorhin diese kleinen, flauschigen gelben Knolle an.

00:14:40: Das stimmt in den ersten Tagen ist das so aber trotzdem entwickeln sich die Tiere schnell dahin dass sie auch weiße oder braune Federn bekommen.

00:14:48: dann ist das Flauschige schnell weg.

00:14:50: als wir uns zur jungen Aufzucht entschieden haben mussten dann Vogelgut achten und sowas alles eingeholt werden die dann zur genehmigungs Einreichung schon vorliegen müssen.

00:15:02: Dann wurde der Genehmigungseintrag bei dem Landkreis Emsland eingereicht.

00:15:06: vom Genehmigungseintrat.

00:15:07: Bis zur Erteilung ist ein Jahr vergangen, von Baubeginn bis zur Einstellung ist da noch ein weiteres Jahr vergang und somit haben wir ungefähr drei Jahre dafür gebraucht, bis wir das erste Tier einstellen

00:15:20: durften.".

00:15:47: ein ganz wichtiges Thema angesprochen, nämlich die Baufenster.

00:15:51: Die seinerzeit mal eingerichtet worden sind von sehr klugen voraus denkenden Menschen um die uns heute sehr viele Landwirte aus den Umliegenden Kommunen beneiden.

00:16:03: Damals sind die Landwirten beteiligt worden wie sie sich entwickeln möchten und dann sind diese Baufenste festgelegt worden.

00:16:12: Helmut Wie ist das gewesen?

00:16:14: Warum habt ihr das gemacht?

00:16:15: Wie ist es gekommen überhaupt ein Baufenster.

00:16:18: Ja,

00:16:19: ich bin ja hier der Senior in der Runde und von daher war ich damals auch schon ein bisschen mitbeteiligt, sag' ich mal.

00:16:24: Ich war damals stellvertretender Kreisvorsitzender vom Landvorg.

00:16:27: Der damalige Bürgermeister Leine Weber hat mich angerufen die Gemeindegeste würde Vorranggebiete vorsehen für die Tierhaltung.

00:16:34: Darauf habe ich ihnen geantwortet was wollte damit erreichen?

00:16:37: Ja da wollten sie die großen Ställe mit verhindern.

00:16:41: Daraufhin habe ich denen gesagt, so kann das nicht laufen.

00:16:43: Wir müssen sehen dass unsere Familienbetriebe da am Drücker bleiben und wenn ihr das wollt dann müssen wir uns um jeden einzelnen Betrieb kümmern die sich dann weiter entwickeln müssen.

00:16:54: Landwirte denken immer in Generationen und von daher brauchen auf junge landwirte eine Perspektive Dass sie den Betrieb so weiter entwickeln können, dass sie nächste Generation wieder weitermachen kann.

00:17:03: Und das war mir damals sehr wichtig haben wir damals darauf gedrungen, dass die Gemeinde einen Bebauungsplan macht.

00:17:09: Den Bebauungsplans zweihundert und eben diese Baufenzer ausweist.

00:17:13: Da ist jeder Betrieb über ein Ingenieurbro angefahren oder angefragt worden wie sie sich entwickeln wollen?

00:17:19: Wie Sie sich das vorstellen?

00:17:21: Und jeder Betriebe hat dementsprechend einen Baufenster bekommen.

00:17:25: Diese Baufenze sind damals erst mal so festgelegt worden.

00:17:28: letztendlich sind wir auf die Verwaltung und auf den Rat angewiesen dass die uns jetzt auch mal die Möglichkeit geben, wenn das Baufenster mal gerade nicht passt.

00:17:37: Dass wir da auch noch eine andere Entwicklung bekommen.

00:17:40: Da haben wir Beispiele in der Gemeinde.

00:17:42: Da ist auch ein Baufenstern mal umgelegt worden mit genehmigtem Rates und deswegen ist es ganz wichtig, dass der Rat und die Verwaltung da auch Einfluss nimmt und dementsprechend den jungen Landwirten auch die Möglichkeit gibt den Betrieb denn dementsprechend zu entwickeln, weil die Marktanforderungen sind ständig andere.

00:17:59: Man muss sich alle paar Jahre neu orientieren können und von daher konnte man das zu der Zeit noch gar nicht sagen wie groß man das Bauchfenster gerade braucht.

00:18:08: Genau, das Wichtigste ist ja glaube ich bei den Baufenstern.

00:18:12: so wie sich die Landwirtschaft immer weiterentwickelt dürfen ja diese Baufenster auch einfach nicht in Beton gegossen sein und Gespräch zwischen Landwirten Verwaltung und natürlich auch der Politik

00:18:26: ist

00:18:26: da angezeigt um das passgenau weiter

00:18:29: zu

00:18:29: entwickeln.

00:18:40: viele kennen mich inzwischen eher als Energie wird.

00:18:43: Wann hast du erkannt, dass Biogas für deinen Betrieb einmal so wichtig werden könnte?

00:18:50: Ja die Grundideen waren schon länger da als unser Senior noch lebte.

00:18:55: Hatten wir schon mal eine Grundidee gehabt in zwei Tausend drei oder vier und dann kam das EEG in zwei tausend fünf und dann haben wir uns eigentlich auch relativ schnell entschieden die Perspektive zu nutzen, dass wir eine zwanzig Jahre gleichbeleimende Einspeisezusage haben oder Einspreisvergütung.

00:19:14: Wir sind in den Anklag gestellt und im Jahr war es ein Biogasanlage mit fünfhundert KW, eine normale privilägerter Anlage, das heißt zum landwirtschaftlichen Betrieb gehörend.

00:19:24: Wir haben dann halt in den Jahr zwei Tausend Zehen noch einmal erweitert mit einem Satellitenstandort,

00:19:30: d.h.,

00:19:31: extern.

00:19:32: Motor mit einem Nahwärmennetz im Ort.

00:19:35: Versorg die meisten öffentlichen Gebäude im Ort, unter anderem auf das Rathaus und haben dann halt auf beiden Standorten noch mal flexibilisiert.

00:19:42: Das heißt dass wir auf beiden standorten ungefähr doppelt so viel Leistung an Bergkavis stehen haben wie wir produzieren dürfen und nehmen produzieren halt morgens und abends zu den Stoßzeiten mehr Strom und generieren dadurch auch etwas bessere Einspeisevergütungen.

00:19:59: So wie es für die Energiewende sein soll.

00:20:01: Wir produzieren den Strom, wenn die PV und der Wind nicht da ist.

00:20:04: Wir sind sehr stark auch von der Politik abhängig wie in einer Landwirtschaft ja auch aber ... Die politischen Entscheidungen, die schmeißen uns schon ziemlich hin und her.

00:20:13: Aber vorhin über Nachhaltigkeit gesprochen.

00:20:15: Bei Biomentaren trennen wir mal das Bio-Gas vom CO² und machen ein reines Erdgas raus.

00:20:22: was wird ins Erdgassenetz eingespeist?

00:20:24: Und das CO², was wir produzieren geht zurück in die Lebensmittel.

00:20:29: Zum Beispiel überliefern wir so das Team.

00:20:41: Helmut, moderne Milchviehhaltung hat sich in den vergangenen Jahren enorm verändert.

00:20:46: wenn du heute durch deinen Stall gehst was ist ganz anders als noch vor zwanzig Jahren?

00:20:54: Ja ich habe ja die ganze Entwicklung mitgemacht vom Anbindestall aus in den Boxenlaufstall gewechselt.

00:21:02: Wir haben einen Laufstahl gebaut für fünfzig Kühe, haben den nochmal erweitert auf hundertzwanzig Kühe.

00:21:09: Wir sind jetzt gerade in der Umbauphase auf Roboter melken was sehr gut klappt mittlerweile.

00:21:16: die Tiere haben wesentlich mehr Platz.

00:21:18: wir produzieren Milch für Haltungsstufe drei.

00:21:21: das gibt unser Stahl so her.

00:21:23: wir brauchen nur die Fütterung ein bisschen umstellen.

00:21:25: Also ich sage mal, gehen wir in Manipulitis Sojaschrot einsetzen.

00:21:29: Dafür setzen wir Rapschrot ein und können dadurch schon die Haltung Stufe drei einhalten.

00:21:34: So ist unser Stall mittlerweile gebaut, dass die Tiere so viel Platz haben.

00:21:39: Wir haben kein Tier mehr angebunden.

00:21:40: Jedes Tier hat freie Liegeboxen.

00:21:42: Die können sich frei bewegen.

00:21:44: Die kommen zwar nicht nach draußen.

00:21:46: Es wird immer gerne gesehen das Kühe auf die Weide gehen.

00:21:49: Bei

00:21:49: uns ist es

00:21:49: so nicht möglich weil wir Moor-Böden haben.

00:21:51: wenn wir sie bei Regen nach draußen treiben Dann haben die nach alle schwarze Stiefeln bis kurz unter den Bauch.

00:21:58: Das ist gar nicht so gut.

00:22:00: Unsere Tiere sind im Stall viel besser aufgehoben, das merken wir gerade wieder bei hohen Temperaturen.

00:22:05: Wir haben Belüftung im Stall.

00:22:07: Im Stall ist es deutlich angenehmer wie draußen.

00:22:10: Den Tieren geht's da richtig gut und das ist auch wichtig.

00:22:13: Weil Kühe

00:22:14: muss man

00:22:16: lieben.

00:22:16: Die muss man tun mögen, sonst muss man nicht mit Kühe anfangen.

00:22:19: Kühe ist sehr arbeitsaufwendig.

00:22:22: Wenn man das gerne tun macht, ist es das Schönste überhaupt.

00:22:24: Man hat einfach auch einen sehr guten Bezug zu den einzelnen Tieren weil wir die auch sehr lange in Betrieb haben.

00:22:29: Wir haben auch Kühe, die haben über zehn Jahre in Betriebe und von daher ist er schon ganz schön Und wir ziehen unsere eigene Nachtsucht auf.

00:22:37: Wir haben ein komplettes geschlossene System Wir kaufen kein Tier zu Die sind alle bei uns geboren.

00:22:43: Von daher hat man auch den Bezug zum Tieren

00:22:46: auch wieder einen Kreislauf, der uns ja so ein bisschen begleitet.

00:22:50: Und dass das arbeitsintensiv ist, das glaube ich ... Man sagt ja eine Kuh macht Mu, viele Kühe machen Mühe?

00:22:59: Dann kannst du das ja so bestätigen!

00:23:01: Ganz genau

00:23:02: Wir bleiben bei der Milchvierhaltung.

00:23:04: Janu, du arbeitest heute als Angestellter

00:23:08: in

00:23:08: einem Milchviehbetrieb und hast da wahrscheinlich einen guten Überblick auch über Landwirtschaft?

00:23:15: Und

00:23:15: Co.,

00:23:15: was macht für dich die Landwirtschaft in Gestavs?

00:23:20: Ja, die Landwirtschaft ist halt flexibel, sagen wir es angestellte.

00:23:24: Man hat lange Arbeitstage aber man isst auch flexibel mit ... Arzttermin, was andere zum Beispiel nicht haben.

00:23:32: Wo zum Beispiel ein Urlaubstag benötigt wird auf Milchbibitrieb wie Helmut schon sagte es viel zu tun sind auch lange Tage aber sind auch im Winter ist vielleicht bisschen weniger los dann hat man mal ein bisschen mehr frei.

00:23:46: also das gleicht sich alle wohl aus.

00:23:48: und ja wenn man mit Leidenschaft dabei jetzt ist doch ein langer Tag gar nicht so lang die man das immer so meint

00:23:53: Das geht mir genauso Wenn man mit viel Herzblut arbeitet dann kommt einem gar nicht vor dann macht es einfach Spaß.

00:24:11: Ja, nun du hast es gerade schon ganz richtig gesagt Landwirtschaft ist kein Beruf den man um siebzehn Uhr einfach hinter sich lässt.

00:24:19: Es ist oft eine Lebensaufgabe.

00:24:22: Berufung Leidenschaft Herzblut haben wir gehört.

00:24:26: Mich interessiert deshalb Warum entscheidet sich heute überhaupt noch jemand bewusst für diesen Beruf?

00:24:33: Janu, du bist hier der Jüngste in der Runde.

00:24:36: Wie blickt deine Generation auf die Landwirtschaft?

00:24:39: Meine Generation sei ich das jetzt mal ... Die meisten sind vielleicht auch im Betrieb selber aufgewachsen so wie ich auch.

00:24:45: Man hatte damals halt kennt schon Bührung zur Landwirtschaft und ist so ein bisschen hängen geblieben.

00:24:51: aber es ... Gibt auch ganz viele, die bei mir in der Klasse waren über die Hälfte, die kein Betrieb zu Hause hatten.

00:24:56: Die wohnende Siedlung haben irgendwie Opa-Hatnungenhof oder irgendwie Nachbar, wo die helfen.

00:25:04: und so kommen sie auch zur Lambitschaft.

00:25:06: Und die sind da auch mit groß geworden ... Ich sag mal, mit twenty fünf wechselt man nicht in die Lambitschafe weil da wächst man einfach so mit rein.

00:25:14: Deswegen kann die Arbeit nicht zu schlecht sein.

00:25:16: Da

00:25:17: gibt es ja noch viele, Die Ausbildungsklassen sind voll überall, da ist kein Rückgang.

00:25:23: Und die Betriebe werden nicht mehr.

00:25:25: Demnach gibt es auch viele, die keinen Hof haben und deswegen ist das Interesse ja noch an der Landwirtschaft.

00:25:31: Da sehen wir schon länger, dass wir Ausbildungsklassen haben, wo fast die Hälfte keinen Betrieb hat.

00:25:36: Das ist damit begründet, dass sie größer werden.

00:25:40: aber die brauchen Arbeitskräfte also.

00:25:42: Lampetschaft ist auch ein Arbeitgeber.

00:25:43: Das darf man hier ruhig auch mal sagen, dass wir auch Arbeitskräfte brauchen entweder direkt in den Lampenschaften im Betrieben oder im Vor- und Nachgelagenden Bereich.

00:25:52: Es ist eigentlich ganz wichtig das wir ausbilden und da steht eine sehr gute Ausbildung dahinter, auch eine breite Ausbildung.

00:25:58: von daher wer Lampelschaft gelernt hat der kann eigentlich überall anfangen.

00:26:03: die haben alles durch.

00:26:04: Mein Neffel, der ist jetzt bei mir zu Hause auf dem Betrieb angefangen quasi.

00:26:07: Der hat auch die kleine Schafe Lehre gemacht und er kommt nicht vom Betrieb zur Umformer der Schwester.

00:26:13: Mein Sohnemann ist jetzt auch gerade fertig geworden mit der Ausbildung.

00:26:17: Er möchte jetzt aber allerdings jetzt eine Zusage bekommen das Studium in Osnabrück zum Ende September beginnen.

00:26:24: Ich sage immer so lange man noch leeren bereit ist und lernen möchte sollen sie auch diesen Weg einschreiten und das kommt den Betrieb!

00:26:33: Mit Sicherheit irgendwann zugute.

00:26:35: Würdet ihr sagen, dass es schwerer geworden ist den Familienbetrieb in die nächste Generation zu übergeben?

00:26:42: Die Arbeit wird umfangreicher auf den Betrieben.

00:26:45: man muss das Büro koordinieren und Mitarbeiter führen.

00:26:49: Man muss die Tiere begleiten.

00:26:50: Das geht von der Geburtshilfe über dem Tierarzt bis nachher zu den Schlachterlösen auswerten Auf der Fläche dann von der Aussaat die Bodenbearbeitung, die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.

00:27:03: Das Saatgutmanagement, dann die Bestandesführungen über den Sommer bis zur Erhnte ... Die Einlagerung der Erhente.

00:27:12: Da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten und das muss nachher alles von der Betriebsleitung koordiniert und umgesetzt

00:27:19: werden.".

00:27:20: Also im Prinzip der Bauer als Eier legende Wollmilchsaum?

00:27:24: Ja,

00:27:25: jede sind heute Unternehmer!

00:27:26: Früher war das ein bisschen einfacher gesteckt.

00:27:28: Heute, die Landwirte sind Unternehmer, die müssen auch unternehmerisch denken und kalkulieren.

00:27:33: ganz wichtig.

00:27:34: Genau wie Stefan eben sagte – alles einteilen, alles im Blick haben ist ganz wichtig!

00:27:39: Es ist umfrankreicher geworden aber das macht ja auch den Reiz aus.

00:27:43: Ich meine man muss mit dem Beruf leben und man wächst da auch rein.

00:27:46: Man wird ja nicht ins kalte Wasser geschmissen.

00:27:49: Man wächst dann langsam rein und nur so kann es gehen denke ich.

00:27:52: Würdest du bestätigen, wenn ich jetzt sage, wer nicht mit der Zeit geht?

00:27:57: Der geht mit derzeit.

00:27:58: Ganz genau so ist es also... Ich denke man muss alle paar Jahre irgendwo in eine Richtung investieren um den Betrieb noch wieder weiter nach vorne zu bringen.

00:28:07: Wenn man den Zug einmal verpasst dann ist er weg Den holt man nicht wieder ein.

00:28:10: Also Betriebe die, ich sag mal, fünfzehn-zwanzig Jahre nicht investiert haben Die können diesen Investitionsstaunen nicht wieder aufholen.

00:28:16: Da bin ich von überzeugt dass das so nicht geht.

00:28:19: Vielleicht zu diesem Unterschied könnte man auch mal sagen, wenn ich dran denke als ich so alt war wie mein Junior da hat meine innerste Linie Schlepper gefahren.

00:28:27: im Büro hatte meine Mut ein bisschen gemacht und was heißt das?

00:28:30: Aber man hat sich um Betrieb gekümmert.

00:28:32: heute ist die Bürokratie noch.

00:28:34: das ist einfach enorm viel.

00:28:35: die Dokumentationen Buchhaltung Anträge Das ist dermaßen gewachsen.

00:28:42: also zum Beispiel was meine Tochter macht das hatte sie übernommen.

00:28:46: wir freuen schon Mitarbeiter Der ist einfach entstanden, ein gut bezahlter Mitarbeiterplatz.

00:28:52: Nur dadurch, dass die Anforderungen immer weiter steigen und wenn ich sehe wie viel man Junior, wie gesagt jetzt mittlerweile auch im Büro sitzt ... Die normalen Schlepperfahrarbeiten sag' ich mal, das gibt man halt an die Mitarbeiter ab und muss selber viele Management sein und sich um die Sachen kümmern und die eine oder andere mehr- oder weniger nötige oder sinn- oder unsinnvolle Dokumentation leisten.

00:29:18: Der Landwirt ist Unternehmer, er muss von Anfang an eigentlich den ganzen Betrieb im Überblick drauf haben, sag ich mal so Aufgaben delegieren können.

00:29:25: aber letzten Endes muss der Landwitz selber sehen dass er über jeden Schritt eigentlich informiert ist und das er gut steuern kann.

00:29:33: und dem Hintergrund diese Dokumentations auch sauber zu führen Das ist schon halt sehr wichtig.

00:29:41: wenn das Büro nicht sauber geführt wird dann fällt es hinten rum ab.

00:29:44: Diese Sachen kann man halt nicht mehr zwischen Tür und Angel machen.

00:29:48: Darauf muss man sich konzentrieren können.

00:29:49: Da muss Luft zu sein, dass man sich damit auseinandersetzt.

00:29:53: Es ist wie bei anderen selbstständigen Unternehmen auch und vielfach wurde jetzt hier gesagt oder haben wir ja auch gesagt ... Ja die Kinder!

00:30:02: Man hat das irgendwie, der eine hat das da, da hat noch ein Opa und ist da mitgefahren und als er sich das hier angeschaut... Und es ist immer noch irgendwie einen Berührungspunkt da mit der Landwirtschaft.

00:30:11: aber wenn man dann selber auf die eigene Landwirtschaft schaut, man hat das Systembetrieb und das System Familie, und es läuft auf den landwirtschaftlichen Betrieben vielfach aber doch ineinander irgendwie so mit.

00:30:23: Und man wechselt zwischen dem Themen was ist in der Schule?

00:30:27: Was ist auf der Biogasanlage?

00:30:28: Man switcht hin und her und somit bekommt der Nachwuchs das sozusagen ungefiltert eigentlich mit, was auf dem eigenen landwirtschaftlichem Betrieb

00:30:36: läuft.".

00:30:37: Die letzte Frage geht nochmal an den Jüngsten in der Runde Janowen.

00:30:42: noch mal einen Blick in die Zukunft wirfst.

00:30:45: Bis jetzt bist du im angestellten Verhältnis unterwegs, wenn dir jemand sagen würde ... Und wir haben ja schon gehört, dass landwirtschaftliche Betriebe nicht unbedingt in grader Linie weitergegeben werden.

00:30:59: Wenn der jetzt jemand sagen würden, Betrieb kannst sogar nehmen.

00:31:04: Was würdest du sagen?

00:31:05: Also tendenziell ist das Interesse wohl da und man muss natürlich auch vieles abwägen.

00:31:10: wie Ist da, wo ist der Betrieb erst mal?

00:31:13: Wenn es vor der Haustür ist, ist natürlich immer schön.

00:31:15: Aber ja, irgendwo nach Brandenburg oder so, da wird man hier auch nicht hinziehen und man muss da von jetzt auf gleich davor geschmissen werden.

00:31:24: Oder wie hat man da eingearbeitet und so.

00:31:27: Da hängt vieles zusammen.

00:31:28: aber an sich

00:31:30: klar

00:31:30: das reicht sein schon immer ein bisschen den eigenen Betrieb zu haben.

00:31:34: Aber ist natürlich auch schön als Angestellter da musst du nicht jeden Sonntag sondern bei mir ist das einmal Monat.

00:31:41: Das ist natürlich geregelt und du hast geregeltes Einkommen, das ist in der Landwirtschaft natürlich nicht immer so.

00:31:46: Aber an sich ist der Reiz wohl da.

00:31:48: also wenn die Rahmenbedingungen passen würden würde ich zustimmen.

00:31:52: Und zwar ganz klar in Geste!

00:31:56: Ja vielen Dank an euch alle.

00:31:59: was sich aus dieser Folge von Gesta hat dass Wort vor allem mitnehme Landwirtschaft unglaublich vielfältig.

00:32:06: Hinter jedem Betrieb stehen Menschen die Verantwortung übernehmen für ihre Familien, ihre Tiere, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unsere Lebensmittel und immer mehr auch für die Energieversorgung.

00:32:21: Ein großes Dankeschön an Ansgar Tappel, Bernadette Raming, Stefan Raming Janow Plage, Ralph Otten und Helmut Schwering das ihr heute so offen von eurem Alltag erzählt habt.

00:32:34: Vielen Dank euch auch, die ihr wieder eingeschaltet habt.

00:32:37: Ich hoffe diese Folge hilft euch dabei Landwirtschaft noch besser zu verstehen!

00:32:43: Wenn euch diese Ausgabe von Gestart das Wort gefallen hat dann abonniert den Podcast gerne auf eurer Lieblingsplattform.

00:32:51: in der nächsten Folge am kommenden Freitag sprechen wir über das Thema Ehrenamt über Menschen, die unsere Gemeinde mit ihrem freiwilligen Engagement jeden Tag ein Stück lebenswerter machen.

00:33:04: Bis dahin macht's gut oder besser!

00:33:07: Ich bin Ilka.

00:33:08: Ilka

00:33:09: Kors.

00:33:15: GESTE hat das Wort ist ein Podcast von Ilka Korz, Bürgermeisterkandidatin der CDU für die gemeinte Geste.

00:33:22: Ziel dieses Podcasts ist es, mit Menschen aus der Gemeinde über Themen zu sprechen – die Geste

00:33:28: bewegen.

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